Kolumnen

Sicheres Geld nur für gemeinnützige Leistungen

SfH-Vorstand Christian-Thomas Appel über seine Sicht zum Grundeinkommen



In den damals reichen 60er Jahren haben wir uns ein, von den Parteien mit viel Wahlgeschenken forciert, Sozialsystem aufgebaut, das wir uns Jahre später nicht mehr leisten konnten.

Wie Kennedy einst sagte, und viele nach ihm danach: Frag nicht danach, was der Staat für dich leisten soll sondern frage auch, was kann ich für den Staat, also die Gemeinschaft, leisten. Alles was wir fordern, und das ist immer am leichtesten, denn es ist ja das Geld oder Beschaffungsproblem anderer, muss irgendwie bezahlt werden, und zwar dauerhaft!!

Also letztlich zahlen wir das wieder und beschweren uns über die hohen Steuern. Wenn wir also über Grundsicherung reden, dann sollten die, die da Empfänger wären, auch etwas leisten, was die Gesellschaft entlastet. Ich denke da an gemeinnützige Arbeit. Dann verhindert man auch weitgehend die Schwarzarbeit. Allein das würde zu mehr Gerechtigkeit und wieder sichtbaren Arbeitplätzen und Steuereinnahmen führen.

Die außerordentlich hohe Arbeitslosenquote im Bereich der Migranten würde so zu mehr Integration, gegenseitigen Verstehens und Umgehens führen und ihnen würde der Respekt der Gesellschaft sicher. Sie könnten sich so insbesondere auch um ihre eigenen Landsleute kümmern und zum Abbau von Missverständnissen und Aggression beitragen.

Wer arbeitet und sich engagiert, der hat auch weniger Zeit sich auf anderen Gebieten, wie der Kriminalität und des Drogenkonsums z.B., zu betätigen. Es kann eine Vollbeschäftigung geben! Wenn all die, die vom Staat die Grundsicherung brauchen, und darüber darf es keine Diskussion geben, das ist ein MUSS, dem Staat, sprich der Gesellschaft, auf der anderen Seite das geben, was sie leisten können.

Nämlich aktiv sein im Bürgerschaftlichen Engagement. Und zwar als Pflicht, oder jene Ablehner verzichten eben auf die Zahlungen der Grundsicherung. Eine handfeste Kontrolle und breite Zustimmung der Bevölkerung ist hier die Basis. Es darf nicht sein, daß Geringverdiener weniger haben als Sozialhilfeempfänger oder schlimmer noch als jene, die sich für cleverer als andere halten, indem sie die "Feizeit" unrechtmäßig und bereichernd nutzen und so mehr verdienen.

Zur Höhe der Grundsicherung: Sie sollte höher sein, als was derzeit für Sozialhilfeempfänger gezahlt wird. Allein schon deshalb, um einer Verarmung und der weiteren Entwicklung zur Zweiklassen Gesellscahft etwas entgegenzuwirken. Ein Standortschlüssel würde für mehr Gerechtigkeit sorgen.

Ich plädiere ausdrücklich für die Abschaffung oder Einschränkung der Schufa. Das ist ein rein deutsches Phänomen und führte bisher dazu, dass allein am Mittelmeer Unmengen an ehemaligen deutschen Unternehmern sich dort als stille Unternehmer angesiedelt haben. In den USA heißt es nach einem 1. Konkurs: Das war sein 1. Versuch. Nun weiß er wohl, wie es nicht geht, aber auch, wie es zukünftig besser geht. Die Schufa sollte erst ab dem 2. Konkurs diese schlimme Form der Diskriminierung und dem dadurch entstehenden gesellschaftlichen Verlust von, sofern nicht betrügerisches Vergehen im Raum stehen, versierten Unternehmertypen, anprangern und kommunizieren. Es entstünden sicher viele neue Arbeitsplätze durch viele dann noch in Deutschland aktive Klein- und Mittelständler.



Diese Meinung wurde veröffentlicht im Portal des Bürgerforums 2009.




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